Wenn es im Kopf rumort und pocht
Kopfschmerzen sind neben Rückenschmerzen die Volkskrankheit Nr. 1. Sie betrifft sowohl Erwachsene als auch Kinder. Kopfschmerzen können ganz plötzlich beginnen und sehr intensiv und stechend sein oder sich schleichend entwickeln und durch einen dumpfen Schmerz auszeichnen. Die meisten Kopfschmerzen sind harmlos und nur kurzfristig. Sie verschwinden mit einfachen Schmerzmitteln und Maßnahmen wieder. Migräne und schwere, chronische Kopfschmerzen, genauso wie solche, die in Verbindung mit einer Erkrankung stehen, bedürfen jedoch einer speziellen Therapie.
Symptome chronischer Kopfschmerzen
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären Kopfschmerzen, die keinen konkreten Auslöser haben, und sekundären Kopfschmerzen, die mit einer Krankheit in Verbindung stehen. Die Gruppe der primären Kopfschmerzen unterteilt sich wiederum in Spannungskopfschmerzen und Migräne.
- Spannungskopfschmerzen: Diese leichten bis mittelschweren Schmerzen treten gelegentlich auf und betreffen oft nur bestimmte Regionen wie etwa die Stirn, den Scheitel oder die Schläfen. Sie sind meist dumpf, drückend und ziehend, jedoch nicht pulsierend und dauern zwischen einer halben Stunde und wenigen Tagen. Treten die Kopfschmerzen an mindestens zehn Tagen pro Monat auf, spricht man von chronischen Kopfschmerzen.
- Migräne: Unter Migräneattacken leiden Betroffene meist ein- bis sechsmal pro Monat, zwischen vier und 72 Stunden. Diese Art von Kopfschmerz wird oft als pulsierend beschrieben und beginnt mit einseitigen Kopfschmerzen, die sich ausbreiten. Begleitende Symptome wie Übelkeit oder Lärm- und Lichtempfindlichkeit sind charakteristisch dafür, seltener auch Sehstörungen, Kribbeln in Armen und Beinen oder Sprachstörungen.
Ursachen chronischer Kopfschmerzen
Behandlung & Therapie
Neben schmerzlindernden Medikamenten können sich je nach Ursache verschiedene Therapien anbieten. Eine nicht-medikamentöse Behandlung dient vor allem der Prävention – damit lässt sich im Idealfall die Häufigkeit von Kopfschmerzattacken mindern. Dazu zählen zum Beispiel verschiedene Entspannungstechniken, Biofeedbacktherapie, Akupunktur, Heilgymnastik, Sport, Elektrotherapie oder auch Psychotherapie.

