Borreliose/ Post-Lyme-Syndrom

Schmerzende Gelenkabnutzung

Ein Zeckenstich im Sommer, scheinbar harmlos, kann Monate später zu anhaltender Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Konzentrationsproblemen führen. Bei manchen Menschen entwickelt sich daraus ein langer Leidensweg – das sogenannte Post-Lyme-Syndrom. Die Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die in Mitteleuropa häufig durch Zecken übertragen wird. In den meisten Fällen heilt sie bei frühzeitiger Antibiotikatherapie problemlos aus. Es gibt jedoch auch Betroffene, bei denen unspezifische Beschwerden zurückbleiben, die den Alltag dauerhaft belasten.

Im Nuhr Medical Center begleiten wir Menschen mit Borreliose und Post-Lyme-Syndrom umfassend. Wir setzen auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Fachwissen aus verschiedenen Bereichen miteinander verbindet – von der Physio- und Ergotherapie über Bewegungstraining bis hin zu psychologischer Unterstützung und naturheilkundlichen Verfahren. Unser Ziel ist es, Ihnen zu neuer Kraft zu verhelfen, die Beschwerden zu lindern und Ihre Lebensqualität spürbar zu verbessern.

Was ist Borreliose?

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst wird und vor allem durch Zeckenstiche übertragen wird. Besonders häufig tritt sie in den Sommermonaten auf, wenn Zecken besonders aktiv sind. Die Erkrankung kann unterschiedliche Organe und Systeme wie etwa die Haut, die Gelenke und das Nervensystem, in seltenen Fällen auch das Herz betreffen.

Typisch ist ein schrittweiser Verlauf: Zunächst zeigt sich häufig eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle, die sogenannte Wanderröte. Später können unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit auftreten. Wird die Infektion nicht frühzeitig erkannt, kann sie in spätere Stadien übergehen und beispielsweise Gelenkentzündungen oder Nervenreizungen auslösen.

Wie wird Borreliose übertragen?

Borreliose wird durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen. Nicht jeder Stich führt automatisch zu einer Infektion. Je länger die Zecke saugt, vor allem über zwölf Stunden hinaus, desto höher ist jedoch das Risiko einer Übertragung. In Österreich sind je nach Region zwischen zehn und 30 Prozent der Zecken mit Borrelien infiziert. Trotzdem kommt es nur in einem Bruchteil der Fälle tatsächlich zu einer Erkrankung. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Welche Symptome treten bei Borreliose auf?

Ein erstes typisches Anzeichen ist die sogenannte Wanderröte. Dabei handelt es sich um eine ringförmige Hautrötung, die sich einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich rund um die Einstichstelle bildet und sich nach außen ausbreitet. Sie geht meist nicht mit Juckreiz oder Schmerzen einher, sollte aber immer ärztlich abgeklärt werden.

In manchen Fällen treten zusätzlich grippeähnliche Beschwerden auf, etwa Fieber, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Wenn die Erkrankung weiter fortschreitet, kann sie auch das Nervensystem betreffen. In diesem Fall spricht man von einer Neuroborreliose, die sich durch Nervenschmerzen, Gesichtslähmungen oder Empfindungsstörungen äußert. Auch entzündliche Reaktionen in größeren Gelenken wie den Knien, die sogenannte Lyme-Arthritis, sind möglich. In seltenen Fällen kann es zu Herzrhythmusstörungen oder chronischen Hautveränderungen kommen.

Was passiert bei unbehandelter Borreliose?

Wird Borreliose nicht erkannt oder behandelt, kann sich die Infektion im Körper ausbreiten und langfristig Schäden verursachen. Chronische Entzündungen der Gelenke, anhaltende Nervenbeschwerden oder auch eine dauerhafte Erschöpfung gehören zu den möglichen Folgen. Je später die Diagnose gestellt wird, desto aufwendiger gestaltet sich die Therapie. Deshalb ist es besonders wichtig, bei ersten Anzeichen wie einer Wanderröte oder unklaren Beschwerden nach einem Zeckenstich frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Im Nuhr Medical Center nehmen wir Borreliose sehr ernst. Wir begleiten Sie nicht nur in der akuten Phase, sondern auch bei länger bestehenden oder chronischen Verläufen – mit moderner Diagnostik, individuellen Therapieplänen und einem ganzheitlichen Behandlungsansatz, der Ihre Lebensqualität wieder in den Mittelpunkt rückt.

Was ist das Post-Lyme-Syndrom?

Manche Menschen leiden noch Monate oder sogar Jahre nach einer überstandenen Borreliose unter anhaltenden Beschwerden. Dazu gehören unter anderem starke Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Muskel- oder Gelenkschmerzen. Diese Symptome werden als Post-Lyme-Syndrom bezeichnet. Oft wird auch der Begriff chronische Borreliose verwendet, wobei dieser medizinisch nicht eindeutig definiert ist. Auch wenn sich die ursprüngliche Infektion in solchen Fällen nicht mehr nachweisen lässt, sind die Auswirkungen im Alltag für viele Betroffene deutlich spürbar.

Im Nuhr Medical Center liegt unser besonderer Fokus auf genau dieser Phase nach der akuten Erkrankung. Wir unterstützen Sie bei der Bewältigung chronischer Beschwerden mit einem individuell abgestimmten Therapieansatz.

Wie wird Borreliose diagnostiziert?

Die Diagnose richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsstadium und basiert in erster Linie auf den Symptomen. Ergänzend können Blutuntersuchungen oder, bei einem Verdacht auf eine Beteiligung des Nervensystems, eine Analyse des Nervenwassers (Liquorpunktion) durchgeführt werden. Entscheidend ist, mögliche Warnzeichen frühzeitig zu erkennen, um Spätfolgen möglichst zu vermeiden.

Wie behandelt man Borreliose?

In der Frühphase lässt sich Borreliose in den meisten Fällen sehr gut behandeln. Zum Einsatz kommen hier gezielt ausgewählte Antibiotika, die je nach Stadium und Symptomen über mehrere Wochen eingenommen werden. Wichtig ist, dass die Behandlung möglichst frühzeitig beginnt. Je früher die Therapie startet, desto besser sind die Heilungschancen. Eine Antibiotikatherapie ohne nachweisbare Symptome wird allerdings nicht empfohlen.

Wenn die Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt wird oder es trotz Behandlung zu anhaltenden Beschwerden kommt, ist eine rein medikamentöse Therapie meist nicht ausreichend. In diesen Fällen braucht es ein umfassenderes, interdisziplinäres Therapiekonzept, das körperliche, mentale und funktionelle Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.

Was tun bei anhaltenden Beschwerden oder Post-Lyme-Syndrom?

Bei einigen Betroffenen klingen die Symptome nach einer überstandenen Infektion nicht vollständig ab. Stattdessen bleibt ein unspezifisches, aber belastendes Beschwerdebild zurück. Dazu gehören anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Gelenk- oder Muskelschmerzen. Diese anhaltenden Symptome werden unter dem Begriff Post-Lyme-Syndrom zusammengefasst.

Im Nuhr Medical Center legen wir den Fokus in solchen Fällen auf eine ganzheitliche, langfristig wirkende Therapie. Die folgenden Bausteine stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Bewegungstherapie, um Mobilität und körperliche Stabilität zurückzugewinnen
  • Physiotherapie, um Schmerzen zu lindern, Verspannungen zu lösen und die Gelenkfunktion zu fördern
  • Ergotherapie, die hilft, den Alltag wieder selbstständiger und gelenkschonender zu bewältigen
  • Psychologische Begleitung, um Erschöpfung, mentale Belastung oder auch depressive Verstimmungen aufzufangen
  • Naturheilkundliche Verfahren und eine individuelle Ernährungsberatung, um den Körper ganzheitlich zu stärken und Entzündungsprozesse zu regulieren

All diese Maßnahmen greifen ineinander und helfen Ihnen, Ihre Kräfte gezielt aufzubauen und zu stabilisieren.

Wann ist eine Reha bei Borreliose oder Post-Lyme-Syndrom sinnvoll?

Eine stationäre oder ambulante Rehabilitationsbehandlung ist dann empfehlenswert, wenn die Lebensqualität durch anhaltende Beschwerden spürbar eingeschränkt ist. Typische Gründe sind chronische Erschöpfung, wiederkehrende Schmerzen, Einschränkungen bei Bewegung oder mentale Belastung.

Im Nuhr Medical Center bieten wir Ihnen ein maßgeschneidertes Rehabilitationsprogramm, das gezielt auf Ihre Beschwerden abgestimmt ist. Dabei berücksichtigen wir sowohl körperliche als auch seelische Aspekte Ihrer Erkrankung. Unsere Reha basiert auf drei Grundprinzipien:

  • Individualität – denn jeder Mensch ist anders. Wir entwickeln ein Therapiekonzept, das auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist.
  • Intensität – durch ein eng aufeinander abgestimmtes Programm erzielen wir nachhaltige Fortschritte.
  • Regelmäßigkeit – Kontinuität ist entscheidend für die Wirkung. Unsere Expertenteams begleiten Sie kontinuierlich auf Ihrem Weg zur Besserung.

Ob ambulant oder stationär, wir helfen Ihnen dabei, wieder zu mehr Kraft, Beweglichkeit und Lebensfreude zu finden.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Borreliose?

Eine ausgewogene und entzündungshemmende Ernährung kann die Therapie bei Borreliose oder dem Post-Lyme-Syndrom sinnvoll ergänzen. Bestimmte Lebensmittel wirken unterstützend auf das Immunsystem, während andere entzündungsfördernd wirken können.

Zu empfehlen sind:

  • viel frisches Gemüse und Obst
  • ballaststoffreiche Vollkornprodukte
  • Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Leinsamen oder Rapsöl
  • hochwertige pflanzliche Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte, Tofu oder Nüsse

Reduziert werden sollten:

  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • Zucker und Süßigkeiten
  • Alkohol
  • fettreiches Fleisch

Unsere Ernährungsexperten im Nuhr Medical Center beraten Sie gerne persönlich. Gemeinsam erarbeiten wir einen Plan, der zu Ihrem Alltag passt und Ihre Regeneration unterstützt.

Wie kann ich mich vor Borreliose schützen?

Da es bislang keine Impfung gegen Borreliose gibt, ist die beste Maßnahme der Schutz vor Zeckenstichen. Besonders in den warmen Monaten ist Vorsicht bei Spaziergängen durch Wälder, Wiesen oder hohe Gräser geboten. Folgende Tipps helfen, das Risiko zu verringern:

  • Tragen Sie bei Aufenthalten im Grünen möglichst lange, helle Kleidung. So erkennen Sie Zecken schneller.
  • Verwenden Sie ein Zeckenschutzmittel und achten Sie auf die richtige Anwendung.
  • Kontrollieren Sie nach dem Aufenthalt im Freien Ihren Körper gründlich, besonders Kniekehlen, Achselhöhlen, Haaransatz und andere warme, geschützte Körperstellen.
  • Entfernen Sie Zecken rasch und vorsichtig mit einer feinen Pinzette oder Zeckenkarte. Je schneller sie entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

Im Nuhr Medical Center informieren wir Sie gerne ausführlich zum Umgang mit Zeckenstichen und zur Vorbeugung von Borreliose. Unsere Beratung richtet sich sowohl an Risikopatienten als auch an alle, die viel Zeit in der Natur verbringen.

Was kann ich selbst tun, um den Heilungsverlauf zu unterstützen?

Wenn Sie an Borreliose oder am Post-Lyme-Syndrom erkrankt sind, können Sie selbst viel dazu beitragen, Ihre Gesundheit zu stabilisieren und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Besonders wichtig ist ein bewusster Umgang mit den eigenen Kräften und eine gesunde Lebensweise. Achten Sie auf folgende Punkte:

  • Bewegen Sie sich regelmäßig, aber gelenkschonend. Etwa durch Spazierengehen, Radfahren oder Wassergymnastik.
  • Schlafen Sie ausreichend und sorgen Sie für einen erholsamen Schlafrhythmus.
  • Reduzieren Sie Stress im Alltag und nehmen Sie sich bewusst Zeit für Pausen und Erholung.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Im Nuhr Medical Center begleiten wir Sie mit individueller Beratung, um diese Maßnahmen sinnvoll in Ihren Alltag zu integrieren. Unser Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, Ihre Kräfte zurückzugewinnen, Ihre Beschwerden zu lindern und wieder mehr Lebensqualität zu erleben.

Behandlung & Therapie

BewegungstherapieHeilgymnastik, orthopädische Hilfsmittel, Salben, Kälte- oder Wärmetherapie und Gewichtsverlust bei Übergewicht sind neben schmerzstillenden Medikamenten die wichtigsten Maßnahmen. In manchen Fällen sind jedoch eine Operation und der Einsatz eines künstlichen Gelenks die einzige Möglichkeit, um Arthrose in den Griff zu bekommen.

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