LWS Schmerzen

Das Kreuz mit dem Kreuz

Das LWS-Syndrom (Lendenwirbelsäulensyndrom) bezeichnet eine Gruppe von Beschwerden, die im Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten, wobei insbesondere Rückenschmerzen im Vordergrund stehen. Es kann sich chronisch durch Verschleiß, Muskelverspannungen und Fehlhaltungen entwickeln oder akut durch Wirbelblockaden und Bandscheibenvorfälle ausgelöst werden. Zur Behandlung stehen neben Lebensstiländerungen auch Rückenschule und Krankengymnastik im Fokus, unterstützt durch Schmerzmittel. Bei akuten Beschwerden helfen gezielte Entlastungspositionen und Physiotherapie. In seltenen Fällen kann eine Operation notwendig sein. Das NUHR Medical Center unterstützt Sie bei LWS-Schmerzen und unser Expertenteam arbeitet engagiert daran, Ihre Beschwerden nicht nur kurzfristig zu lindern, sondern eine nachhaltige Verbesserung Ihrer Rückengesundheit zu erreichen.

Was sind die Symptome und Ursachen von Lendenwirbelsäulen-Schmerzen?

Lendenwirbelsäulen-Schmerzen, häufig als LWS-Syndrom bezeichnet, treten besonders häufig im unteren Rücken auf und betreffen viele Menschen. Über die Hälfte aller Rückenschmerzen manifestiert sich in dieser Region. Die Symptome und Ursachen lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: chronische und akute Schmerzen.

Chronische Lendenwirbelsäulenschmerzen

Chronische Lendenwirbelsäulenschmerzen entwickeln sich oft schleichend und äußern sich durch dumpfe, langanhaltende Schmerzen im Lendenbereich, die bis in das Steißbein oder die Beine ausstrahlen können. Betroffene klagen häufig über allgemeine Schwäche im Rücken und eine eingeschränkte Beweglichkeit, begleitet von Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in den Beinen. Diese Schmerzen verstärken sich oft bei körperlicher Belastung oder beim Husten und Niesen. Die Ursachen für chronische Beschwerden liegen oftmals in Verschleißerscheinungen, die durch den aufrechten Gang und die vielfältigen Bewegungsabläufe in diesem Bereich der Wirbelsäule begünstigt werden. Hinzu kommen Muskelverspannungen, die durch eine schwache Rumpfmuskulatur und ungesunde Körperhaltungen ausgelöst werden, sowie dauerhafte Fehlhaltungen, etwa durch langes Sitzen in schlechter Position. Auch Arthrose, ein Gelenkverschleiß, der die Lendenwirbelsäule betrifft, kann zu chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen.

Akute Lendenwirbelsäulenschmerzen

Im Gegensatz zu den chronischen treten akute Lendenwirbelsäulenschmerzen plötzlich auf und sind oft sehr stark. Diese Art von Schmerzen, die allgemein auch als „Hexenschuss“ bekannt ist, kann in die Beine ausstrahlen und geht häufig mit einer erheblichen Einschränkung der Beweglichkeit einher. Die Schmerzen verstärken sich typischerweise bei bestimmten Bewegungen, Niesen, Husten oder Pressen. In schweren Fällen können sogar Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen auftreten, ebenso wie Probleme bei der Blasen- oder Darmentleerung, besonders bei einem großen Bandscheibenvorfall. Akute Schmerzen entstehen häufig durch einen Bandscheibenvorfall, bei dem Teile der Bandscheibe auf Nerven drücken, oder durch plötzliche Blockaden in der Wirbelsäule, die durch ruckartige Bewegungen oder falsche Belastung ausgelöst werden. Eingeklemmte Nerven, oft bedingt durch Verspannungen oder Bandscheibenprobleme, sind ebenfalls eine häufige Ursache für akute Beschwerden. Darüber hinaus können Verletzungen nach Unfällen, Stürzen oder beim Sport zu akuten Lendenwirbelsäulenschmerzen führen, die durch Frakturen, Gewebetrauma oder Bandscheibenschäden in dieser Region verursacht werden.

Wie lange dauert ein LWS-Syndrom?

Die Heilungsdauer eines LWS-Syndroms kann, abhängig von der jeweiligen Ursache, stark variieren. Da die Beschwerden in Muskeln, Sehnen, Wirbelkörpern, Wirbelgelenken oder Nerven ihren Ursprung haben können, ist die Dauer der Erkrankung von Person zu Person unterschiedlich. Häufig sind muskuläre Probleme die Ursache für ein LWS-Syndrom. Diese können mit der richtigen Behandlung bereits innerhalb weniger Tage bis Wochen gelindert werden. Dabei ist es wichtig, dass Betroffene trotz der Schmerzen keine Schonhaltung einnehmen, um chronische Beschwerden oder degenerative Veränderungen der Wirbelsäule zu vermeiden. In schwereren Fällen, etwa nach einem Bandscheibenvorfall, kann das LWS-Syndrom über mehrere Wochen bis Monate andauern, vor allem wenn eine OP von Nöten ist. In solchen Fällen ist eine konsequente Nachsorge wichtig, um das Risiko einer Chronifizierung der Schmerzen zu minimieren. 

Wie lange halten LWS-Schmerzen an?

Auch die Dauer der LWS-Schmerzen ist stark von der Ursache abhängig. Bei muskulären Problemen, die häufig zugrunde liegen, können die Schmerzen mit einer entsprechenden Therapie oft innerhalb weniger Tage oder Wochen abklingen. Ohne eine rechtzeitige Behandlung besteht allerdings das Risiko, dass sich die Beschwerden zu chronischen Schmerzen entwickeln, die den Alltag der Betroffenen sehr beeinträchtigen können.

Wohin strahlen Schmerzen der Lendenwirbelsäule?

Die Schmerzen können je nach Art und Schweregrad der zugrunde liegenden Erkrankung in verschiedene Körperregionen ausstrahlen. Beim chronischen LWS-Syndrom können die Schmerzen bis in das Knie ausstrahlen. Durch Schonhaltungen, die Betroffene unbewusst einnehmen, können sekundäre Schmerzen in den Waden, der Achillessehne und den Füßen entstehen.

Beim akuten LWS-Syndrom treten die Schmerzen plötzlich und stark auf und sind oft mit erheblichen Bewegungseinschränkungen verbunden. Wenn der Ischiasnerv betroffen ist, strahlen die Schmerzen häufig in das Bein aus – was als Lumboischialgie bezeichnet wird. In besonders schweren Fällen, beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall, können die Schmerzen auf die Nerven und Nervenwurzeln einwirken, was zu Missempfindungen, Gangstörungen, Lähmungen und in extremen Fällen sogar zu einem Verlust der Kontrolle über Blase und Darm führen kann.

Behandlung des LWS-Syndroms

LWS-Schmerzen erfordern eine individuell abgestimmte Therapie, die sich nach der genauen Lokalisation, dem Schweregrad, der Dauer und der Ursache der Schmerzen richtet. Daher werden in der Regel mehrere Therapieansätze kombiniert. Zu den wichtigsten Behandlungselementen gehören eine medikamentöse Therapie, Wärmebehandlungen sowie Bewegungstherapie.

Beim akuten LWS-Syndrom ist eine schnelle Schmerzlinderung entscheidend. Neben der medikamentösen Behandlung sollte der Rücken möglichst entlastet und eine Schonhaltungen vermieden werden, da diese zu weiteren Verspannungen führen können. Physiotherapie hilft, die Beweglichkeit wiederherzustellen und zukünftigen Beschwerden vorzubeugen. 

Welche Schmerzmittel helfen bei Kreuzschmerzen?

Zur Linderung von Kreuzschmerzen werden häufig nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac eingesetzt. Diese Medikamente wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd und sind in der Regel gut verträglich. Sie sind als Tabletten, Salben oder Gels rezeptfrei erhältlich und können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Durch die Einnahme von NSAR kann der Teufelskreis aus Schmerzen und Schonhaltung effektiv durchbrochen werden.

Konventionelle Behandlungsmethoden bei Lendenwirbelsäulenschmerzen

Die Behandlung von Lendenwirbelsäulenschmerzen umfasst ein breites Spektrum konventioneller Methoden, die je nach Ursache und Schweregrad der Beschwerden individuell angewendet werden. Im Rahmen des NUHR Med Concepts erstellen wir für jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungsschema.

Physiotherapie

Physiotherapie ist ein zentraler Bestandteil unserer Behandlungskonzeption für Lendenwirbelsäulenschmerzen. Unser erfahrenes Team von Physiotherapeuten führt mit Ihnen Übungen durch, die darauf abzielen, die Rückenmuskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu verbessern. Durch die physiotherapeutische Behandlung werden muskuläre Dysbalancen korrigiert, die Wirbelsäule stabilisiert und die Körperhaltung optimiert. Regelmäßige Sitzungen helfen, schmerzhafte Verspannungen zu lösen und die Flexibilität der Wirbelsäule zu erhöhen. Dies kann Ihre Schmerzen erheblich lindern. 

Rückenübungen

Gezielte Rückenübungen helfen ebenfalls bei der Prävention und Behandlung von Lendenwirbelsäulenschmerzen. Tägliche Bewegung und speziell abgestimmte rückenfreundliche Übungen tragen dazu bei, Fehlhaltungen vorzubeugen und die Rückengesundheit langfristig zu verbessern. Diese Übungen stärken die Muskulatur entlang der Wirbelsäule, verbessern die Haltung und erhöhen die Stabilität des Rumpfes. Ein regelmäßiges Übungsprogramm unterstützt nicht nur die Schmerzlinderung, sondern auch die Vermeidung zukünftiger Beschwerden.

Medikamentöse Schmerztherapie

Die medikamentöse Schmerztherapie dient der effektiven Schmerzlinderung und der Unterstützung des Heilungsprozesses. Zu den häufig eingesetzten Medikamenten gehören nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen und Diclofenac, die sowohl entzündungshemmend als auch schmerzlindernd wirken. Diese Mittel sind besonders geeignet, um akute Beschwerden zu lindern und die Entzündungsprozesse in den betroffenen Bereichen zu reduzieren. Sollten die Schmerzen jedoch stärker ausgeprägt oder länger andauernd sein, können zusätzliche Medikamente wie stärkere Schmerzmittel oder Muskelrelaxantien notwendig werden. Sie helfen dabei, intensivere Schmerzen zu kontrollieren und Muskelverspannungen zu lösen, die oft mit Lendenwirbelsäulenschmerzen einhergehen.

Im NUHR Medical Center setzen wir Medikamente nur dann ein, wenn sie sinnvoll und notwendig sind. Unser Hauptaugenmerk liegt auf individuell zugeschnittenen Therapieansätzen, die auf die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abgestimmt sind.

Wärme- oder Kältebehandlung

Wärme- und Kältebehandlungen sind bewährte Methoden zur Schmerzlinderung bei Lendenwirbelsäulenschmerzen. Wärmeapplikationen wie Wärmepflaster oder -kissen fördern die Durchblutung und entspannen die Muskulatur, was besonders bei muskulären Verspannungen hilfreich ist. Im Gegensatz dazu reduzieren Kältebehandlungen wie Kühlpacks akute Entzündungen und Schwellungen, indem sie die Blutgefäße verengen und die lokale Stoffwechselaktivität dämpfen. 

Rückenbandagen

Rückenbandagen sind unterstützende Hilfsmittel, die bei akuten Lendenwirbelsäulenschmerzen eine wertvolle Unterstützung bieten können. Sie stabilisieren die Lendenwirbelsäule, entlasten die betroffenen Strukturen und fördern eine korrekte Haltung. In Kombination mit Physiotherapie und medikamentöser Behandlung tragen Rückenbandagen zur Heilung bei und helfen, zukünftigen Beschwerden vorzubeugen. Sie sind besonders nützlich für Patienten, die zusätzliche Unterstützung benötigen, um ihre Rückenschmerzen zu lindern und ihre tägliche Funktionalität zu verbessern.

Im NUHR Medical Center legen wir großen Wert auf eine ganzheitliche und individualisierte Behandlung Ihrer Lendenwirbelsäulenschmerzen. Wir entwickeln für Sie einen Therapieplan, der auf Ihre Bedürfnisse und Beschwerden abgestimmt ist, um Ihnen eine möglichst schnelle und nachhaltige Linderung zu ermöglichen.

Behandlung & Therapie

In den meisten Fällen handelt es sich bei Rücken­schmerzen um abnützungs­bedingte Erkrankungen, sowie um unspezifische Schmerzen, deren Ursache nicht unmittelbar durch Röntgen­diagnostik oder Magnet­resonanz­tomographie erkennbar ist, sondern die einer eingehenden klinischen bzw. körper­lichen Unter­suchung bedürfen.

Bewegungs­therapie ist häufig das beste Mittel, denn sehr oft sind die Beschwerden auf Bewegungs­mangel und Fehl­belastungen zurück­zuführen. Auch Stress­vermeidung und Abstand von der all­täglichen Umgebung und ihren Bewegungs­abläufen kann guttun.

Das Ärzte­team des NUHR Medical Centers arbeitet multi­modal und multi­professionell und ist spezialisiert auf Schmerzen aller Art, so auch auf Rücken­schmerzen. Wir kümmern uns nicht nur um die Symptome, sondern gehen der Ursache gezielt auf den Grund. Medikamente werden nur dort eingesetzt, wo sie sinnvoll und notwendig sind. Unser Fokus liegt jedoch ganz klar auf speziellen, individuell auf den jeweiligen Menschen zuge­schnittenen Therapie­formen. Wir nennen dies das NUHR Med Concept. Es stützt sich auf die drei Säulen Individualität, Intensität und Regel­mäßig­keit der Therapien. Das kann zum Beispiel eine Wirbel­säulen­therapie nach Dorn und Breuss oder die Rücken­schule nach Tilscher sein.

Auch auf dem Gebiet der Arsonvalisation, bei der mit elektrischen Strömen gearbeitet wird, sind wir Spezialisten. Ebenso kann Kinesio Taping die Haut­rezeptoren zusätzlich stimulieren und die Muskel­spannung stabilisieren. Für werdende Mütter bieten wir individuelle Programme an.

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